Die Geschichte von Christbaum Widmer

«Sag mal Franz, wie kam es dazu, dass du Christbäume verkaufst?». Diese Frage wird uns häufig gestellt. In diesem Blogbeitrag erfährst du die Geschichte hinter Christbaum Widmer.


Das Jahr 1969

Wir schreiben das Jahr 1969. Der 16-jährige Franz Widmer absolviert eine Ausbildung zum Forstwart in Spreitenbach. Bereits als kleiner Knabe begleitete Franz seinen Vater in den Wald. Infolgedessen entwickelte schon früh eine Leidenschaft für die Waldarbeit. Sein Interesse zeigte sich besonders im Umgang mit Christbäumen. Als Franz im zweiten Lehrjahr war, pflanzte er seine ersten Christbäume im Buechbühl in Spreitenbach. An einem steilen Hang, direkt neben dem Pfadiheim, standen schnell über 500 Christbäume. Schliesslich wurde aus seiner Leidenschaft ein Hobby.

Eine Christbaumkultur erfordert viel Zeit

Sein erster Christbaum hat er fünf Jahre später verkauft. Allerdings war jener erst 80cm gross. Zu Beginn im Buechbühl hatte er oft mit Mäusen zu kämpfen. Mäuse knabbern die Wurzeln der Bäume an, sodass die Christbäume nicht mehr weiterwachsen können. Und sobald in einer Christbaumkultur das Gras zu hoch ist, kommen Mäuse. Sein Hobby forderte viel Zeit ein. Das Gras wurde regelmässig gemäht und die Christbäume wurden gepflegt.

Der Platzverkauf

Nach seiner Ausbildung zum Forstwart war Franz selbstständig als Akkordholzer. Zudem kümmerte er sich mit Begeisterung um seine Christbäume. 
1990 nahm Franz eine Anstellung im Bauamt Spreitenbach an. Im selben Jahr startete Franz zusammen mit seiner Frau Margrith den Platzverkauf in Spreitenbach. Es blieb Zeit, um mit Kunden in der Stube zu jassen.
1995 kam noch der Platzverkauf in Bergdietikon bei heute Burgermeister Garten und Forstgeräte dazu. 1993 kam der gemeinsame Sohn Michael zur Welt. 
Franz führte jeweils den Platzverkauf in Bergdietikon durch, Margrith mit Michael im Kinderwagen jenen in Spreitenbach. Der Verkauf startete jeweils ab 15. Dezember. 
Dies führte Jahre so weiter, bis die gemeinsame Tochter Patricia 1998 zur Welt kam. 

Auf der jetzigen Autobahneinfahrt standen vor knapp 20 Jahren noch Tannenbäume

Franz entschied sich dazu 2001 ein neues Feld gegenüber der Kompostieranlage mit Christbäumen zu bepflanzen. Gemeinsam mit fast einem duzend Helfern wurden etwa 2500 Bäume gepflanzt. 
Die Auslösung der Christbaumplantage folgte 5 Jahren danach. Heute befindet sich dort die Autobahneinfahrt. 
Auf einem 5500m2 grossen Feld neben der Autobahneinfahrt werden heute von der Familie Widmer über 3000 Christbäume bewirtschaftet. 

Die Schafe im Buechbühl erfüllten ihren Zweck nicht

Der Hang im Buechbühl stellte Franz immer wieder vor grosse Herausforderungen. Das Gras musste regelmässig gemäht und die Bäume gepflegt werden. Da dieser Hang steil war und es nicht ganz einfach war das Gras zu mähen, entschied sie sich dazu, zwei Schafe zu kaufen. Shropshire Schafe sind extra für Christbaumkulturen geeignet, da sie die Baumspitzen nicht fressen sollten. 
Am Anfang erfüllten diese Schafe ihren Zweck, sie frassen das Gras. Mit der Zeit fingen sie auch an die jungen Zweige der Bäume zu fressen. Dies führte dazu, dass bereits ein Jahr später die Schafe wieder wegmussten.
Das Ehepaar entschied sich im Jahr 2007 diese Christbaumplantage im Buechbühl aufzulösen. 

Heitersberg

Im Heitersberg entstand 2003 eine neue Christbaumplantage mit etwa 4000 Bäumen. 

Die aktuelle Situation

Aktuell bewirtschaftet die Familie Widmer viele Christbäume auf zwei Feldern. Eins davon gegenüber den Familiengärten in Spreitenbach und eins davon auf dem Heitersberg. Die Christbaumkultur ist aktuell so gross geworden, dass Franz auf die Hilfe von seinen Kindern und Freunden angewiesen ist. Auch das Jahr 2020 hat diverse Veränderungen mit sich gebracht. Seit diesem Jahr können Kunden ihren Baum auch direkt auf dem Feld gegenüber den Familiengärten schneiden. Der Platzverkauf in Spreitenbach und Bergdietikon besteht weiterhin.